„Makrokosmos“ Onlinemarketing: Herrschen, statt beherrschen lassen

Wie in der Natur unterliegt auch erfolgreiche Digitalisierung einem ganzen System. Wie ein Ökosystem muss man sich das „Unternehmen Onlinemarketing“ vorstellen, wenn es in den nächsten Jahren noch erfolgreich sein soll. Wollen Sie Ihre Angebote in diesem Makrokosmos noch zielgenau verkaufen, hilft kein Inseldenken. Das bestätigt auch eine aktuelle Umfrage der Consulting-Agentur Accenture. Demnach gab schon jeder vierte befragte Entscheider an, dass digitale Ökosysteme die Wertschöpfung ihres Unternehmens von Grund auf verändern werden.

Wer erfolgreich Onlinemarketing betreiben möchte, muss von Anfang auf mehreren Kanälen agieren. Damit ist nicht nur die interne Digitalisierung oder sporadisches Social-Media-Marketing gemeint, sondern das systematische Anbieten auf mehreren Plattformen, die nicht unbedingt zum eigenen Unternehmen gehören. Soviel zum ersten Schritt.



Wahrscheinlich agieren Sie schon auf mehreren Plattformen, ohne Ihr Zutun. Denken Sie nur an Angebote auf Online-Riesen, wie Amazon und Ebay. Vielleicht bieten Sie hier und die Konkurrenz tut es auch? Doch jetzt sind sogar diese Plattformen selbst zur Konkurrenz geworden.

Makrokosmos Onlinemarketing: Von der Plattform zum Shop-im-Shop

Makrokosmos Onlinemarketing: Von der Plattform zum Shop-im-Shop

Amazon Video, Amazon Music, Fire TV und Co.: Der Plattform-Riese hat innerhalb der letzten 20 Jahre große Teile des Online-Handels an sich gebunden und strebt nun nach mehr: Das Unternehmen tritt nicht nur als Plattform für Händler auf, sondern hat gleichzeitig hauseigene Online-Shops für spezielle Produktarten auf seiner Plattform geschaffen über die er selbst Produkte vertreibt. So bietet Amazon als Ergänzung zu seinen Kindle E-Readern passende digitale Bücher an. Auch zu seinen angebotenen Fernsehern unterhält er ein eigenes Video Streaming und Download Angebot und zu den Musik-Playern einen extra Dienst für digitale Musik. All diese „Untershops“ bilden einzelne Ökosysteme für sich. Der Dienstleister für Händler ist längst zum Konkurrenten geworden.

Die Folge für Unternehmen: Selbst Unternehmen, die keine Produkte über Amazon verkaufen, werden an diese Ökosysteme der Plattformen gebunden. Denn über Amazon Web Services können Unternehmer zum Beispiel auch eigene Online-Shops einrichten, die dann neben den „hauseigenen“ Untershops stehen. Es sind also gerade Plattformanbieter wie Amazon, die in den letzten Jahren die Regeln des Wettbewerbs komplett auf den Kopf gestellt haben. Und das ist ihnen gelungen, weil sie über einen einzigen Zugangspunkt den Zugriff auf unterschiedliche Services ermöglicht haben. Auch Ebay folgt diesem Prinzip.

Was können Sie tun?


Sie sollten Ihre bisherigen Geschäftsmodelle samt Onlinemarketing überdenken. Die übliche Plattformstrategie und „etwas“ Social Media reicht nicht mehr. Wer sich angesichts dem Gebaren von Online-Riesen nicht mit den Resten vom Kuchen abfinden will, sollte sich möglichst schnell eine neue, umfassende Strategie zulegen und sich mit modernsten Marketinginstrumenten, wie Real-Time Advertising (RTB) auskennen. Doch das Bewusstsein dafür ist in vielen Köpfen noch nicht angekommen.

Tipp der Redaktion: Sie haben Fragen zum Thema Ökosysteme und Online-Plattformen? Sie möchten Ihr Onlinemarketing „fit“ für die Zukunft machen? Dann kontaktieren Sie internetmarketing.at, wir beraten Sie mit Sinn und Verstand – passend zu Ihrer Branche!

Weitere Informationen:
Peter Sempelmann: Digitalisierung schafft Neuland: Fünf disruptive Trends für 2020, auf: www.trend.at
Real-Time Advertising richtig aufsetzen, auf: internetworld.de

„Makrokosmos“ Onlinemarketing: Herrschen, statt beherrschen lassen
5 (100%) 2 votes

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.