Transaktionsmails

Als Transaktionsmails bezeichnet man E-Mails, die an Kunden geschickt werden, die gerade in einem Online-Shop oder auf einer Webseite einen Bestellvorgang abgeschlossen haben, also ein Produkt bestellt, einen Newsletter abonniert oder abbestellt, ein Whitepaper heruntergeladen oder allgemein eine Online-Registrierung getätigt haben. Auch so genannte Status-Updates zu einer Bestellung oder elektronisch versendete Rechnungen gehören zu Transaktionsmails. Mit etwas Geschick werden Transaktionsmails zur kundenbindenden Maßnahme und helfen den Umsatz im E-Commerce zu steigern.

Gut geschriebene Transaktionsmails tragen zu einer guten Conversion-Rate bei, weil sie u.a. helfen, die so genannte “Post-mortem-Analyse” möglichst gering zu halten. Diese auch als “Regret-Effekt” bekannte kurze Phase des Zweifelns nach einem Kauf ist ein häufiger Auslöser für Bestellabbrüche im E-Commerce. Siehe hierzu auch: Checkout-Seite.

Wer in Transaktionsmails dier nächsten Schritte im Kaufprozess festhält, gibt dem Kunden Sicherheit und ein “gutes Gefühl”. Auch zusätzliche Werbung, zum Beispiel Gutscheine, Newsletter-Angebote oder weitere Produkte, die Sicherheit und ein Gemeinschaftsgefühl versprechen, können zu einer positiven Grundstimmung in Verbindung mit einem Online-Kauf beitragen. Das Werbepotenzial in Transaktionsmails sind vielfältig, da sie mit vergleichsweise höherer Aufmerksamkeit gelesen werden als andere Werbung im Bereich E-Mail-Marketing. Damit das auch ganz legal geschieht, ist unbedingt geltendes Recht einzuhalten.

Rechtliches:

Wichtig ist, dass der Kunde bei jeder Art von Transaktionsmail einen genauen Bezug zum Grund für den Mailversand herstellen kann: Er muss wissen, warum er die Nachricht erhält. Außerdem muss die Transaktionsmail die Informationen enthalten, die der Grund für den Versand sind.

Nach § 7 Abs. 3 UWG (Gesetzt gegen den unlauteren Wettbewerb) ist eine Werbung per E-Mail an Kunden zulässig, wenn..

  • die E-Mail-Adresse im Zusammenhang mit dem Verkauf einer Ware oder Dienstleistung erhalten wurde;
  • die E-Mail-Adresse zur Direktwerbung für eigene ähnliche Waren oder Dienstleistungen verwendet wird;
  • der Kunde der Verwendung nicht widersprochen hat und
  • der Kunde bei Erhebung der E-Mail-Adresse und bei jeder Verwendung klar und deutlich darauf hingewiesen wird, dass er der Verwendung jederzeit widersprechen kann.

Beachtet man diese vier Punkte, liegt in der Versendung einer Transaktionsmail ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung kein Wettebewerbsverstoß. Außerdem darf nur für eigene Produkte geworben werden; sie sollten auch dem bestellten Produkt ähnlich sein.

Quellen:
Transaktionsmails als Umsatzkanal, marketingfish.de
Zur rechtlichen Zulässigkeit von Transaktionsmails, online-marketing-recht.de

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