Wikis

Das Wort Wiki kommt aus dem Hawaiischen und bedeutet „schnell“. Den meisten ist der Begriff durch die Online-Enzyklopädie Wikipedia. Ein Wiki ist ein Hypertext-System für Webseiten, deren Inhalte von den Benutzern nicht nur gelesen, sondern auch online direkt im Webbrowser geändert werden können. Damit fällt ein Wiki unter die Kategorie Web 2.0-Anwendung. Seltenere Bezeichnungen sind WikiWiki oder WikiWeb.

Jedermann kann und soll mitmachen! – Die Grundidee des gemeinschaftlichen Arbeitens an Texten, plus dem Hinzufügen von Fotos und anderen Medien, setzt die ursprüngliche Idee des World Wide Web (www) aus den 90er Jahren um. Vornehmliches Ziel ist es, die Erfahrung und den Wissensschatz der Autoren zu bündeln und so das Beste aus einem Beitrag herauszuholen (Kollektive Intelligenz). So entstanden die ersten Wikis im Umfeld wissenschaftlichen Arbeitens in Universitäten. Im Unterschied zu einem Wiki steht das Social Bookmarking, ebenfalls gemeinschaftlich, allerdings werden hier keine Inhalte mitgestaltet, sondern Links aus dem www gesammelt, ausgetauscht und systematisch geordnet.

So funktioniert’s:
Seine Eigenschaft wird durch ein vereinfachtes Content-Management-System, der sogenannten Wiki-Software oder Wiki-Engine, bereitgestellt. Zum Bearbeiten der Inhalte wird meist eine einfach zu erlernende, vereinfachte Auszeichnungssprache verwendet. Die meisten Wiki-Software-Systeme sind als freie Software veröffentlicht, oft unter einer Version der gebräuchlichen GNU General Public License (GPL). Viele Systeme sind modular aufgebaut und bieten eine eigene Programmierschnittstelle, welche dem Benutzer ermöglicht, eigene Erweiterungen zu schreiben, ohne den gesamten Quellcode zu kennen.

Nachteile: Wikis arbeiten sehr schnell und können ebenso schnell von Jedermann im www ins Leben gerufen werden. So werden sie Personen, Organisationen oder Unternehmen schnell zum Fallstrick, v.a. wenn es um Plagiate oder sonstige Vorwürfe geht. Des weiteren haben Wikis sehr eingeschränkte grafische Funktionen, einen „Design-Award“ lässt sich mit ihnen daher nicht gewinnen.

Möglichkeiten für Unternehmen:
Was für die Fans der ursprünglichen Idee des www die kollektive Intelligenz ist, kann ein Unternehmen für eigenes Wissensmanagement und zum Fördern von Innovationen aber auch für projektbezogenes Arbeiten nutzen.

Beispiel 1: Nicht immer sitzt „der“ Experte für Social-Media-Kommunikation in der Online-Abteilung. Mit Hilfe eines internen Wiki könnten ungenutzte Talente aus fachfremden Abteilungen motiviert werden, wertvolle Beiträge für das Unternehmen zu liefern.

Beispiel 2: Software-Unternehmen nutzen Wikis, damit Programmierer aus unterschiedlichen Erdteilen gleichzeitig an einem neuen Programm arbeiten können.

Beispiel 3: Unternehmen aus dem Bereich Katastrophenschutz nutzen zum Beispiel Wikis für Unwetterwarnungen usw.

Beispiele:

  • Mit dem Guttenplag-Wiki bestätigte innerhalb kurzer Zeit ein Kollektiv an Studenten und Wissenschaftlern den Plagiatsvorwurf der Dissertation von Deutschlands ehemaligem Verteidigungsminister.
  • Im Hetzner-Doku-Wiki lässt die gleichnamige Firma ihre Kunden mitschreiben.

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