Kiosk-System

Als Kiosk-System bezeichnet man eine interaktive Computeranlage in Form eines Selbstbedienungsterminals, das im öffentlichen Raum oder an halböffentlichen Standorten, wie Ladenzonen, genutzt wird. Kiosksysteme können in Kombination mit Internetmarketing genutzt werden.

Es gibt sie als Doorsignages (im Eingangsbereich), als Wandterminals, Spezialbildschirme, Schaufensterdisplays, Informationsbildschirme und mehr. Auf diesen öffentlich zugänglichen, rechnerbasierten Systemen, kann ein Benutzer für kurze Zeit Informationen abrufen und Transaktionen veranlassen. Kiosksysteme haben einen fest zugeteilten Standort und können nicht – wie Computer oder mobile Endgeräte – bewegt werden. Sie stellen den Nutzern also bestimmte Informationen an einem bestimmten Ort zur Verfügung.

Manche Kiosk-System bieten auch die Möglichkeit zur Geschäftsanbahnung oder zum Geschäftsabschluss. Besonders gern werden Kiosksysteme in Verkaufszonen von Einzelhandelsgeschäften eingesetzt aber auch an Bahn- und Flughäfen, in Drogerien, Einkaufszentern, in öffentlichen Bibliotheken, Rathäusern, Museen, auf Messen…

Vorteile:
Zeit- und personalunabhängiges System, verbesserter Kundenservice, Zusatzgeschäfte via Internet möglich: Das Unternehmen muss kein Personal am Ort haben und die Systeme können auch abseits der üblichen Arbeitszeiten genutzt werden. Produkte, die vorgestellt werden, müssen nicht unbedingt vor Ort sein. Ein Update für das Terminal lässt sich zentral vornehmen.

Das Kiosk-System kann mit diversen Internetmarketing-Maßnahmen verbunden werden. So kann man die Nutzer auf einen Online-Shop verweisen, damit sie sich nicht vorrätige Produkte in die Filiale bestellen können. Oder man kombiniert Maßnahmen, wie Online-Couponing, Empfehlungsmarketing (Referral Marketing) usw.

Kiosk-System können durch ihren kostenlosen Zusatznutzen für den Kunden mehrere Gründe bieten, ein Geschäft oder eine Verkaufsstelle öfter zu besuchen.

Nachteile:
Manche solcher Systeme erfordern vom Nutzer ein hohes Maß an Selbstdienungskenntnissen via Tastatur und Bildschirm. Nicht jeder Kunde kann und will damit umgehen, sondern bevorzugt die persönliche Beratung. Auch ist die gesellschaftliche Akzeptanz von Kiosksystemen von Land zu Land unterschiedlich.

Kleine Entstehungsgeschichte:

Als erste Kiosk-System wurden so genannte  “Point of Interest“ (POI) oder ”Point of Sale” (POS) Systeme bezeichnet. Sie stellen bis heute dem Nutzer auf Flughäfen oder Bahnhöfen Informationen bereit oder verkaufen Fahr- und Eintrittskarten.

Anwendungsbeispiele:

Der Kunde trägt ein Produkt, für das er sich interessiert, zum Kiosk-System. Dort wird über einen Scanner die EAN-Nummer eingelesen und Informationen werden angezeigt, wie z.B. der Verwendungszweck, Preis, passende Rezepte, eventuell auch Coupons, Rabatte und Aktionen. Ein integrierter Drucker gibt auf Wunsch die zusammengestellte Information aus.

Der Kunde gibt bestimmte Daten am Kiosksystem ein. Entweder beantwortet er vorgegebene Fragen oder er entscheidet sich mit Hilfe von Eingabemenues für bestimmte Themen. Er erhält so eine oder mehrere passende Informationen über ein Produkt, eine Dienstleistung und ein Themengebiet.
Closed User Groups” (CUG) – Kiosksysteme für geschlosse Benutzergruppen, zum Beispiel Stempeluhren zur Personalzeiterfassung.

Weiterführende Informationen:
www.infoterminals-kiosksysteme.de
www.ekiosk.de

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