Spähprogramm PRISM – Offene Türen für die Wirtschaftsspionage?

Derzeit vergeht kein Tag, an dem in den Medien nicht von neuen Enthüllungen über die ausufernde Spionage amerikanischer Geheimdienste im Internet zu hören oder zu lesen ist. Hierzu stellen sich viele Internetnutzer die Frage, welches Maß an Überwachung angemessen ist. Kein Wunder, wenn nun die NSA-Affäre auch Einfluss auf die Umsätze im Web hat, denn nicht nur das Privatleben von Menschen ist betroffen, sondern auch die Wirtschaft.

[adsenseyu2]Ein Aspekt der NSA-Affäre, der bislang noch nicht sonderlich ausführlich diskutiert wurde, ist das Potenzial an Wirtschaftsspionage, das in der vollständigen Überwachung jeglicher Kommunikation liegt. Immerhin geht es ja nicht nur um das Abhören eher belangloser Gespräche.

Auch äußerst sensible Informationen von Unternehmen landeten und landen auf den Servern der Geheimdienste. Wie interessant könnte es also für Ihren Konkurrenten aus dem Ausland sein, Gespräche und Schriftstücke verfolgen zu können, die Vorstände und Manager Ihres Unternehmens miteinander austauschen? Kann man als Unternehmer angesichts der Geheimdienst-Affäre noch darauf vertrauen, dass empfindliche Informationen nicht in fremde Hände gelangen? Ob die Grundlage für ein solches Maß an Vertrauen angesichts der derzeit zu beobachtenden Geheimniskrämerei wirklich gegeben ist?

Wirtschaftsspionage? Nicht mit Ihnen! 
Vor nicht allzulanger Zeit hatten die meisten von uns viele Bedenken, öffentlich zu telefonieren, Vertrauliches per E-Mail zu schicken oder im Internet zu veröffentlichen. In den Zeiten von Facebook, Twitter und E-Commerce sind viele zu “locker” geworden, was den Umgang mit persönlichen Daten betrifft. Zeit für ein wenig “Rückwärtstrend”! Am besten, Sie kümmern sich selbst um den Schutz Ihrer sensiblen Daten vor Geheimdiensten und Konkurrenten:

  • Entwickeln Sie wieder mehr Sensibilität für Datenschutz. In letzter Zeit hat sich sowohl bei Unternehmern als auch bei Verbrauchern eine große Sorglosigkeit beim Surfen im Internet breit gemacht. Zu bequem ist das Agieren mit mobilen Endgeräten, WLAN, Cloud-Computing und Co.
  • Stellen Sie vertrauliche Informationen nicht in die Cloud! Daten, die nicht unbeaufsichtigt auf dem Schreibtisch liegen sollen, sollten Sie auch nicht im Internet zugänglich machen.
  • Verschlüsseln Sie sensible E-Mails! Schließlich wählen Sie auch nicht die Postkarte, wenn Sie im Geschäftsleben etwas Vertrauliches mitzuteilen haben. Eine normale E-Mail ist genau so öffentlich, wie eine Postkarte.
  • Hinterlassen Sie weniger Spuren im Internet! Denn ein spurenarmer Umgang im Web schützt auch vor Risiken, wie Wirtschaftsspionage. Das ist leichter als viele denken. Führen Sie sich einfach vor Augen, dass alles, was Sie im Internet tun, Spuren hinterlässt und Rückschlüsse auf Ihre Person und Ihr Unternehmen zulässt. Nutzen Sie aktiv die Sicherheitseinstellungen Ihres Browsers, machen Sie sich mit alternativen Recherchewegen vertraut, die Ihre IP-Adresse nicht übertragen, und informieren Sie sich über die Möglichkeiten des anonymen Surfens.

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