Wie vermeiden Sie, dass aus Content “Shitstorm” wird?

Die allgemeine Erkenntnis, das vor allem guter Content zu einem guten Ranking bei Suchmaschinen und damit die eigene Website zu hoher Wiederauffindbarkeit und Popularität in der Zielgruppe führt, sollte Sie jetzt nicht zu panischer Erstellung von Inhalten verführen. Denn wie schnell stellt man ein paar Zeilen ins Internet, die dann von vielen Lesern ganz anders kommentiert werden, als man möchte? Shitstorm nennt man den gefürchteten Ausbruch von Kritik oder Entrüstung im Netz.

ShitstormDabei ist es ganz egal, wo Sie mit guten Absichten unvorsichtigerweise Content “hinterlassen”, der Ihnen übel genommen wird. Ob ins Soziale Netzwerk, in einem Blog oder auf einer Website. Es ist auch egal in welcher Form, ob als Videobotschaft oder als kurzer Tweet… Und nicht nur Promis, wie Fußballstars die “schnell” einen Vereinswechsel auf Facebook bekannt geben und nicht mit der Wut der Fans rechnen, sind solchen Entrüstungsstürmen im Netz ausgesetzt.

Was können Sie tun?

Zunächst einmal, sollte man – wie im Marketing – alles, was an Inhalten ins Netz gestellt wird vor dem Drücken auf den Absende-Button noch einmal gründlich durchlesen. So kann man Versehen oder Unachtsamkeiten am besten ausschalten. Im Falle eines Fußballstars, hätte dieser sich vielleicht überlegen sollen, ob er seinen Wechsel überhaupt vorher auf Facebook bekannt gibt oder – das wäre auch eine Möglichkeit gewesen – damit einfach gewartetet hätte, bis er bei seinem neuen Verein angekommen wäre. Er hätte aber so oder so mit vielen Kommentaren rechnen können und daher “prophylaktisch” seine Kommentarfunktion auf Facebook die ersten Tage sperren können.

Prinzipiell gilt:

  • Prüfen Sie Neuheiten ausgiebig, bevor Sie sie veröffentlichen. Und das nie alleine, nur mit Ihrem PR-Berater oder – schlimmer – nur im Kreise der Geschäftsleitung. Fragen Sie auch immer einen Online-Experten.
  • Stellen Sie Neuigkeiten nie Freitags ins Netz, wenn Sie am Wochenende nicht darauf reagieren können.
  • Setzen Sie bei Content vorwiegend auf Nutzwert statt auf pure Unterhaltung – damit können Sie auch reine Meinungsäußerungen mindern.
  • Rechnen Sie immer mit zahlreichen Kommentaren, wenn Sie in der Öffentlichkeit stehen – egal ob Sie ein Konzern, eine Marke oder eine prominente Person vertreten!

Ansonsten gilt: Cool bleiben und zu seiner Meinung im Netz stehen. Begegnen Sie Angriffen nie mit einem Gegenangriff und bleiben Sie ständig freundlich zu Ihrer Zielgruppe, egal, wie entrüstet sie gerade ist. Sonst machen Sie sich nur lächerlich und unglaubwürdig. Gerade die unüberlegten Entscheidungen ohne Nutzwert für die Kunden sind es, die – im Internet veröffentlicht – zu gefürchtetem Shitstorm führen. Und genau diese kann man wirklich vermeiden.

Jüngstes Beispiel in Deutschland: Die Bekanntgabe von geplanten Daten-Obergrenzen im Festnetz von der Telekom, die sofort einem gnadenlosen – aber wie wir meinen vorhersehbaren – Shitstorm ausgesetzt war. Bei allem Bedauern: Das hätten die Verantwortlichen wirklich ahnen können, dass Kunden eine solche Meldung nicht mit freudigen Kommentaren belegen oder – noch unwahrscheinlicher – kommentarlos im Internet stehen lassen.

Weiterführende Information:
Der Ursprung des “Shitstorms”, auf hna.de – hier finden Sie Interessantes zur Entstehung des Begriffs!
“Fünf berühmte Social Media Shitstorms” von Dr. Hansjörg Leichsenring, der-bank-blog.de, über Shitstorm nach Marketingaktionen – diese Beispiele sprechen für sich!

Wie vermeiden Sie, dass aus Content “Shitstorm” wird?
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