Warum Sie ein gut funktionierendes Backend-System brauchen

Mit „Backend-Prozessen“ steuern Sie alles, was im Hintergrund Ihres Unternehmens läuft: Ob ein Mitarbeiter von der Bestell-Hotline den Lagerbestand schnell abfragen möchte oder Ihre PR-Abteilung den Content auf der Website heute aktualisieren möchte, eintreffende Bestellungen abgewickelt oder Statistiken aus gesammelten Daten erstellt werden … Alles hängt davon ab, wie gut Ihr Backend-System funktioniert. In Zeiten von Big Data und immer schneller ablaufenden Bestellvorgängen rückt das gut funktionierende System im Hintergrund immer mehr in den Vordergrund.

Definition „Backend“:

Im Gegensatz zum Frontend-System – also allem, was man im Vordergrund sieht und bedienen kann – setzt sich das Backend-System aus den Systemteilen zusammen, die zum Funktionieren eben dieses Frontend-Systems benötigt werden. Außerdem werden über das Backend-System die E-Business-Geschäftsprozesse des Frontends in die übrigen Unternehmensprozesse integriert. Dabei handelt es sich wie bereits erwähnt um die Abfrage des Lagerbestandes, die Aktualisierung des Contents im Frontend-System, die Abwicklung eines Bestellvorgangs oder die Erstellung von Nutzungsstatistiken. Ebenfalls zum Backend-System gehört die Administration des gesamten E-Business-Systems, mit den dazu gehörigen Werkzeugen.

Wie so ein Backend-System für ein Unternehmen konret aussieht ist, hängt von den Anforderungen ab. Was benötigen die Anwender aus Ihrem Vertrieb, was der Verkauf, das Lager und andere Abteilungen? Was muss vorhanden sein, damit Ihr gesamtes System und alle relevanten Unternehmensprozesse reibungslos miteinander funktionieren?

Darauf sollten Sie Wert legen:

Wichtig ist, dass die unterschiedlichen Backend-Systeme gut miteinander „verzahnt“ sind, damit Ihr E-Business auch in Zukunft erfolgreich sein kann. Erst so können Sie zum Beispiel eine Übersicht auf die gesamten Kundendaten erhalten oder das Kundenverhalten einmal kanalübergreifend analysieren. Doch von solch einer guten Verzahnung sind die meisten Anbieter noch weit entfernt. Das zeigte eine Umfrage des E-Commerce Anbieters Poet unter mehr als 100 Shop-Betreibern zur E-Commerce-Integration. Hier zeigte sich, dass Webshops momentan erst selten eine integrierte Einheit mit den wichtigen Backend-Systemen bilden. Nur in etwa jedem vierten Fall stellt der Webshop gemeinsam mit der Marketingkommunikation sowie den ERP- und CRM-Systemen eine integrierte Einheit dar. Elf Prozent befinden sich in entsprechenden Vorbereitungen oder realisieren eine solche Integration gerade. Allerdings scheint eine Aufbruchstimmung entstanden zu sein, denn jeder dritte Shop-Betreiber will sie innerhalb der nächsten zwei Jahre in Angriff nehmen.

Gut verzahnt, verkauft man einfach besser!

Man spart beispielsweise Zeit durch Automatisierung und kann gleichzeitig den Shop-Besuchern mehr Service während des Einkaufs bieten. „Ohne Integration sind die Geschäftsprozesse von Medienbrüchen geprägt. Außerdem entstehen Datenlücken sowie Unterbrechungen zwischen Frontend und Backend, die den Vertriebserfolg des Shops empfindlich beeinträchtigen“, mahnt daher auch zu Recht Gerlinde Wiest-Gümbel, Geschäftsführerin von Poet. Deshalb sei es notwendig, auf alle erforderlichen Informationen wie Produkt- und Stammdaten, Klick- und Kaufhistorie des Kunden oder Preise unmittelbar zugreifen und sie bereitstellen zu können. „Auf diese Weise kann das gesamte im Unternehmen vorhandene Wissen über die Shop-Besucher zur Steigerung des Online-Geschäfts eingesetzt werden.“

Verzahnung – das A und O

Für einen nachhaltigen Erfolg ist eine Verknüpfung aller relevanten Prozesse entlang der Wertschöpfungskette erforderlich. Denn für einen nachhaltig erfolgreichen elektronischen Handel im Einklang mit den weiteren Vertriebskanälen, sollte eine E-Commerce-Lösung kein Inseldasein führen. Die o.a. Verzahnung sollte beispielsweise die Warenwirtschaft, das Produktinformationsmanagement, die Lieferantenanbindung, Marketing und Logistik usw. miteinander verbinden. Alle relevanten Prozesse entlang der Wertschöpfungskette sollten miteinander verknüpft werden. So lassen sich erst die erwünschten Rundumschauen auf die gesamten Kundendaten vornehmen und kanalübergreifende Analysen des Kundenverhaltens durchführen, die man braucht, um Erfolg im E-Commerce steuern zu können.

Warum die meisten Unternehmen sich nicht schon früher um ein gutes Backend-System gekümmert haben? Dazu geben die meisten in der Untersuchung an, dass sie entweder die Integrationskosten gescheut haben oder weil sie sich vor hohe technische Hürden gestellt sahen. Das muss jedoch nicht sein, da es mittlerweile auch vereinfachte Lösungen, so genannte Middleware-Lösungen gibt, bei denen auch weniger Kosten anfallen.

Tipp der Redaktion: Sie haben Fragen zum Thema? Dann kontaktieren Sie internetmarketing.at, Wir beraten Sie gern zum Thema Backend-Systeme!

Weitere Informationen:
Umfrage: Onlinehändler vernachlässigen Backend-Systeme in: E-Commerce-News auf: t3n.de
E-Commerce ist keine Insel, auf: poet.de

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