Ab 1.2.2014 wird SEPA Standard im Zahlungsverkehr

Die Single Euro Payments Area (SEPA), auf Deutsch “Einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum” gilt seit der Einführung des Euro im Jahre 2002 als eines der größten finanztechnischen Projekte Europas. Ziel ist die Vereinheitlichung des Zahlungsverkehrs im Euro-Raum. Was müssen nicht nur Betreiber von Online-Shops sondern allgemein alle, die Onlinehandel treiben hier berücksichtigen?

[adsenseyu1]Am SEPA-Verfahren nehmen 32 Staaten teil: Alle 27 Mitglieder der Europäischen Union sowie die Schweiz, Monaco, Island, Liechtenstein und Norwegen. Die Umstellung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs auf den neuen SEPA-Standard muss bis zum 1. Februar 2014 in allen Euro-Ländern erfolgen.

Wichtig für Unternehmer und Kunden

Mit SEPA muss jeder Kontoinhaber in Deutschland in Zukunft statt der bisherigen Kontonummer die IBAN (International Bank Account Number) mit 22 Stellen sowie die einheitliche internationale Bankleitzahl (BIC) nutzen. Bei Überweisungen im Ausland musste man das auch vorher schon tun, doch jetzt gilt diese Vorgehensweise einheitlich für In- und Auslandszahlungen.

SEPA betreffe daher fast alle Abteilungen und Unternehmensbereiche, denn schließlich seien ab kommenden Februar Kontonummer und Bankleitzahl überholt, so Dr. Ernst Stahl, Director Research bei Ibi Research. Das fängt bei Bankverbindungen von Mitarbeitern an, geht über den Briefkopf oder das Impressum der Webseite bis hin zur Finanzabteilung, Kundenbetreuung und der IT, die laut einer Studie von Ibi Research am stärksten betroffen sind. Doch momentan nutze erst ein Drittel der Unternehmen SEPA-Überweisungen für ausgehende Zahlungen. Weiteres Problem könnten die Einzugsermächtigungen vieler Online-Händler sein. Denn hier haben viele keine schriftlich vorliegende Einzugsermächtigungen und wissen noch nicht, wie sie damit umgehen sollen. Auch müssten die Kommunikations- und Kundenserviceabteilungen entsprechend geschult werden, um die deutlich steigenden Kundenanfragen kompetent beantworten zu können. Denn nicht nur die Händler, auch viele Verbraucher besitzen bislang nur wenige Kenntnisse über den SEPA-Standard.

Weiterführende Information:
Ibi Research – Studie
Haufe.de – SEPA – Shop-Betreiber sollten vorsorgen

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