SEPA-Umstellung: Frist soll verschoben werden

Die Umstellung auf das neue Zahlungsverfahren SEPA (Single Euro Payments Area) scheint nicht von jedem Unternehmen bis zum 01. Februar erreicht zu werden. Die Wirtschaft könnte darunter leiden, heißt es, und das ist ein wichtiges Argument. So wichtig, dass sich ihm die EU-Kommission gebeugt und dementsprechend eingelenkt hat, indem sie jetzt die Deadline in die zweite Jahreshälfte schieben will. Neuer Stichtag soll der 01. August sein! Der Starttermin 01. Februar bleibt. Was das für Online-Händler aber auch für die eigenen Kunden bedeuten kann, haben wir hier kurz zusammengefasst.

SEPAWarum eine Verlängerung?
Mit der Fristverlängerung für die Umstellung auf das neue Zahlungsverfahren SEPA soll das Risiko einer Unterbrechung des nationalen und internationalen Zahlungsverkehrs minimiert werden, so die EU-Kommission. Nach ihrer Ansicht wurde die Umstellung von den Unternehmen bisher nicht in gewünschtem Ausmaß umgesetzt. Daraus, folgert die EU-Kommission, ergebe sich die Gefahr, dass der Übergang zu SEPA nicht ohne Probleme von statten gehen könne. Es sind also vornehmlich wirtschaftliche Aspekte, die zu einer Verlängerung führten.

Etwas direkter formulieren dies die „Deutschen MittelstandsNachrichten“:
„… anders als die Beamten, die sich das Konzept ausgedacht haben, haben polnische Handwerker, deutsche Elektriker oder italienische Gastwirte keine Sachbearbeiter und Sekretärinnen, die ihnen jede wirkliche Arbeit abnehmen“, heißt es hier süffisant.

Auswirkungen:

  • Online-Händler können eventuell stressfreier die SEPA-Umstellung vornehmen und müssen keinen Liquiditätsengpass im Februar befürchten. Sie sollten dies jedoch unbedingt jetzt tun. Auch Banken empfehlen, den 01. Februar einzuhalten, damit im Juli nicht wieder der gleiche Stress entsteht.
  • Vorsicht vor Trojanern: Wer in diesen Tagen Emails erhält, in denen es um die SEPA Umstellung oder die Verschiebung geht, der sollte genau aufpassen, wer der Absender dieser Mails ist. Experten befürchten gerade jetzt wieder einen Schwung krimineller Handlungen, um mit Anhängen in E-Mails Computer zu infizieren.
  • Achtung „Fishing“: Der Bankenverband warnt zudem vor Fishing-Mails: Online-Kriminelle konzipieren Emails, die so aussehen, als kämen sie von der eigenen Hausbank. Die Empfänger werden aufgefordert, im Rahmen der SEPA-Umstellung ihre Bankdaten einzugeben.

Weiterführende Infos und Tipps:
SEPA: So sieht das Zahlungsverfahren in Onlineshops aus!, auf: internetmarketing.at
SEPA-Lastschriftmandat – Alle Infos für Online-Händler, auf: t3n

2 Gedanken zu “SEPA-Umstellung: Frist soll verschoben werden

  1. Mit einer solchen Fristverlängerung haben vermutlich viele gerechnet. Jetzt kann man nur hoffen, dass man die noch verbleibende Zeit dafür nutzt, um sich auf die komplette Einführung einzustellen.

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