Mobile Suche für Unternehmen immer wichtiger

Location-based Services (LBS), auf Deutsch standortbezogene Dienste, sind bei Unternehmen in Deutschland gerade erst im Kommen. Doch bei den Nutzern sind sie schon längst Standard. Wer hier nicht aufpasst, könnte bei Kunden schnell unwichtig werden. Da betrifft vor allem Ladengeschäfte und Lokale in der Innenstadt.

[adsenseyu2]In einer von TNS Infratest gemeinsam mit dem Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) durchgeführten Studie wurden im Zeitraum vom 3. bis 28. Januar 2013 insgesamt 2.068 persönlich mündliche Interviews geführt. Das kam heraus: Bei Smartphone- und Tabletnutzern stehen ortsbezogene Dienste ganz hoch im Kurs: 95 Prozent kennen Navigations- und Routenplanungsdienste nicht nur, sondern haben auch eine konkrete Vorstellung von diesen Diensten. 73 Prozent nutzen sie über ihr mobiles Endgerät gelegentlich oder regelmäßig. Die Ortsbestimmung von Geschäften, Restaurants und Werkstätten in der Umgebung kennen ebenfalls 90 Prozent der Befragten und wurde von 59 Prozent bereits mindestens einmal aufgerufen. An dritter Stelle folgt die Suche nach Empfehlungen oder Bewertungen zu Geschäften, Werkstätten oder Restaurants in der näheren Umgebung…. Dies sind die zentralen Ergebnisse der Studie.

Für wen macht LBS Sinn?

Keine Frage, vor allem der Einzelhandel und die Gastronomie profitiert von standortbezogenen Diensten. Wer heute schon mit seinem Smartphone unterwegs ist, nutzt meist bereits die App “Foursquare” und lässt sich Geschäfte und Cafès in seiner Nähe anzeigen. Für viele ist das eher ein Spiel nach dem Motto “mal gucken wer schon dabei ist”. Machen Sie sich das zunutze! Starbucks und andere Unternehmen belohnen beispielsweise dem Gast, der sich via App am häufigsten in einem Geschäft anmeldet, mit einem gratis Getränk, sobald er mal wieder vor Ort ist.

Darüber hinaus bietet die Foursquare-App Bilder, Tipps und Erfahrungsberichte von Usern. Daraus ergibt sich ein Meinungsbild über ein Geschäft.

Doch nicht nur für die Gastro-Branche oder Ladenlokale eignet sich LBS. Das macht beispielsweise die Sparkasse vor: Die Sparkassen-App „ortet“ den Standort des Smartphones und zeigt den nächstgelegenen Geldautomaten an. Das ist besonders praktisch ist, wenn der Kunde sich in einer fremden Stadt befindet.

Weitere Ideen: Bewerbern, die gerade von der U-Bahn oder auf der Autobahn auf dem Weg zu einem Vorstellungsgespräch sind, kann ein Unternehmen per Google Places oder mit speziellen Branchen-Apps den kürzesten Weg zum Zielort zeigen. Die App eines Supermarkts zeigt dem User den genauen Standort (Reihe, Regal) seines Lieblingsschokoriegels… Oder kombinieren Sie Couponing mit LBS und “belohnen” Sie Suchende per App mit einem Gutschein. Unternehmen, für deren Kunden der Standort keine Relevanz hat, empfehlen Experten so genannte “sponsored Apps”, zum Beispiel: Eine App, die den Weg zum nächstgelegenen Tierpark zeigt wird “präsentiert von Tiernahrung-Spezialversand-Meyer”.

Weiterführende Information:
internetworld.de
foursquare.com
sparkassemobile.de

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