Große Skepsis bei mHealth-Anwendungen!

Mobile Gesundheitsapps, so genannte mHealth-Anwendungen, werden auch in Europa immer beliebter. So nutzt laut einer Umfrage im Rahmen der Bitkom Research Studie fast jeder dritte Deutsche täglich Fitnesstracker oder Wearables, um digital seine Fitness zu messen.

Ob es das regelmäßige Laufpensum ist, dass man überwachen möchte oder der Kalorienverbrauch. Auch der tägliche Schlafbedarf oder der Cholesterinspiegel werden gemessen und via Smartphone oder SmartWatch akribisch verfolgt. In den USA verwenden sogar rund die Hälfte aller Smartphone-Nutzer eine mHealth-App, die den Gesundheitszustand oder Fitness- und Bewegungsdaten misst. Das ist ein Ergebnis einer weiteren aktuellen Untersuchung, der Ketchum-Studie. Sie zeigt aber auch etwas anderes: Die meisten Nutzer von Mobile-Heath-Anwendungen sind skeptisch gegenüber den technischen Produkten, die sie nutzen.

Wie passt das zusammen?

Die wichtigsten Ergebnisse der neuen Studie zeigen die folgenden 3 Punkte auf:

  • Ein Viertel der Befragten gaben an, sich durch die Anwendung von Gesundheits- und Fitness-Apps schlecht zu fühlen. 21 Prozent davon hörten sogar auf, die App zu nutzen.
  • Mehr als die Hälfte der Befragten haben das Gefühl, dass sie noch mehr darüber lernen müssen, wie sie gesundheitlich von mHealth profitieren können. Diese Aussage wird übrigens unabhängig vom Alter angegeben.
  • Zwar nutzen 32 Prozent künstliche Intelligenz, um Gesundheitsinformationen zu recherchieren, aber nur 18 Prozent geben an, sich hier tatsächlich Rat zu holen.

Machen mobile Health Anwendungen doch nicht so glücklich, wie Hersteller anfangs glaubten?

Laut Dr. Stephanie Altemöller, Business Director bei Ketchum Pleon in Düsseldorf verantwortlich für Technologiekunden, können diese Anwendungen schon erfolgreich sein. Allerdings nur, wenn Anbieter solcher Apps und Geräte die Sorgen und Fragen der Nutzer ernst nehmen und gute Antworten darauf geben können. Wird einer medizinischen App misstraut, sollte der Anbieter nachhaken, woran das liegen könne. Oder geht es um die Angst, die eigenen Daten einem Gerät anzuvertrauen? Datenschutz – und vor allem die Angst vor Datenmissbrauch – ist vor allem in Deutschland und Österreich nach wie vor ein großes Thema.

Fazit: Auch wenn viele Smartphone-Besitzer eine Wearable-Technologie nutzen, herrscht hierzulande noch große Unsicherheit und Skepsis gegenüber mHealth- und eHealth-Angeboten! Wer hier als Anbieter Vertrauen schafft, ist klar im Vorteil.

Weitere Informationen:
Ketchum-Studie zeigt: Weiterhin große Skepsis gegenüber mHealth-Angeboten, auf: www.e-health-com.eu
Bitkom Research Studie, auf: www.bitkom.org

Große Skepsis bei mHealth-Anwendungen!
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