Social Media: Gute Kontakte, schlechte Kontakte

Fast täglich liest man auf XING und in anderen Sozialen Netzwerken Angebote, wie „Kontakte dich reich“ oder „Automatisch neue Kunden gewinnen“. Dass diese so wenig mit „echtem“ Internetmarketing zu tun haben, wie Spam-Mails mit Empfehlungsmarketing, scheint jedoch vielen Usern nicht klar.

Fakt ist: Social Media wird nicht nur von Menschen genutzt, die wirklich an sozialen Kontakten interessiert sind. Ebenso wie im klassischen Direktmarketing, versuchen „schwarze Schafe“ in sozialen Netzwerken möglichst viele Kontakte zu sammeln, egal wie und egal welche. Schlimmstenfalls erschweren sie dadurch seriösen Unternehmen die Kontaktaufnahme mit Neukunden via Social Media.

Michael Rajiv formuliert dies sehr schön in seinem Blog networkfinder: „mit wachsender Gesellschaftsfähigkeit von Social Media (kamen) unweigerlich auch die ‘Staubsaugerverkäufer’ hinzu…“

Wer einmal auf ein „Kontakte die reich“-Angebot geantwortet hat oder den „Menschen“ hinter dem Angebot als Kontakt in sein Netzwerk aufgenommen hat, darf sich anschließend auf unzählige E-Mails, Seminarangebote und Kontaktanfragen „freuen“.

[adsenseyu1]Beispiel:
Auf der – eigentlich seriösen – B2B-Plattform XING kann man seit einiger Zeit scheinbar „praktische“ Tools buchen, die einem jedoch leicht über den Kopf wachsen. Mehr noch: Ein Anbieter verspricht unglaubliche Gewinne, wenn man diese Tools nicht nur selbst nutzt, sondern sie auch noch weiterempfiehlt. Klingt ein bisschen nach Tupper-Party. Und so verwenden erstaunlich viele XING Nutzer z. B. den Xi-Butler zum „Xi-Doping“. Doch warum?

Die „Masche“ der Anbieter:
Der Xi-Butler verspricht XING-Mitgliedern einfache Networking Lösungen. So nimmt das Tool auf den ersten Blick Arbeit ab und erspart dadurch Zeit. Doch im Falle des XiButlers ist es ein Roboter, der mit möglichen “Kunden” der Zukunft spricht. Und ein Roboter ist bekanntlich „nur“ so gut, wie der Programmierer, der ihn befehligt. Kunden durchschauen automatisierte E-Mails vielleicht nicht auf den ersten Blick, doch später schon. Letztendlich werden die meisten Menschen – ohne dass der Nutzer des XI-Butlers das mitbekommt – für immer vertrieben. Reich wird nur der Anbieter des Xi-Butlers oder ähnlicher Tools und Seminare.

Tipp für “gesundes” Social Media Marketing:
Erfolg macht Arbeit! Das gilt wie für andere Bereiche auch für das Social Media Marketing. Daher haben Unternehmen, die hier erfolgreich sind, nicht nur vorher eine klare Kommunikationsstrategie für alle Kanäle (PR, Werbung, Social Media…) sowie klare Verhaltensrichtlinien für die Mitarbeiter ausgearbeitet, sondern auch extra Personal für den Kontakt mit der Zielgruppe in Sozialen Netzwerken geschult und eingeteilt.

Gelungene Beispiele:
Social Media und B2B
Online-Shops und Social Commerce lohnt sich!

Social Media: Gute Kontakte, schlechte Kontakte
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