Was ist, wenn Facebook nicht mehr geht – und keinen interessiert es?

Am 24.1. morgens konnten sich plötzlich weltweit Millionen von Facebook- und Instagram-Nutzer nicht mehr bei den Diensten einloggen. Warum, war zu dem Zeitpunkt unklar. Gemeldet hat sich dann die Gruppe „Lizard Squard“, die schon über Weihnachten Sonys und Microsofts Spielenetzwerke PSN und Xbox Live mit Überlastungsattacken lahmgelegte. Via Twitter (!) behauptete sie, mit dem Ausfall zu tun haben. Aber ob dies wahr oder nicht ist, mal ganz ehrlich: Ist dieser Facebook-Ausfall wirklich so „schlimm“, wie es uns derzeit die Medien – vom Wall Street Journal bis zu Spiegel online –  weltweit klarzumachen versuchen?

Auf Facebook und anderen Social-Media-Plattformen zeigt sich momentan schon ein vermindertes Userverhalten. Genauer gesagt ein Abwärtstrend, von dem vor allem in Deutschland Facebook und andere Plattformen betroffen sind.

Eine aktuelle Studie bestätigt Abwärtstrend

[adsenseyu1]Laut der Studie der PR-Agentur „Faktenkontor“ und dem Marktforscher „Toluna“ waren 2014 mit 68 Prozent etwas mehr als zwei Drittel der Deutschen ab 14 Jahren auf Social-Media-Plattformen aktiv. 2013 waren es noch 75 Prozent, 2012 etwa 70 Prozent. Besonders betroffen von dem Abwärtstrend scheint der Studie nach Facebook. So waren 2014 nur noch 38 Prozent der deutschen Internetnutzer auf Facebook aktiv. Im Jahr zuvor waren es noch 47 Prozent, 2012 sogar 58 Prozent.

Auch Twitter scheint in Deutschland und Österreich nicht besonders „wichtig“ zu sein. Der Microblog wurde hier noch nie besonders genutzt, weder privat noch geschäftlich, ganz im Gegenteil zu anderen Ländern, wie Japan oder den Vereinigten Staaten.

Ausblick für 2015

Geht es nach der aktuellen Umfrage von „Faktenkontor“, hält der Abwärtstrend auch 2015 an. Jeder Zweite gibt an, bei Facebook und Co. nur noch mitzulesen, statt mit Beiträgen aktiv zu networken. Ein Viertel der Befragten hat gar angegeben, dass sie in Zukunft keine Social Networks mehr nutzen wollen. 44 Prozent geben als Hauptgrund für ihre Ablehnung den Social Networks gegenüber Sorgen über eine mögliche Verletzung ihrer Privatsphäre an. Damit ist Deutschland zwar nicht führend, doch noch weit entfernt von einer „Social-Media-Wüste“: Für das laufende Jahr werden immerhin noch 40 Millionen Nutzer von Social-Media-Plattformen erwartet.

Social-Media-Nutzung in den Bundesländern

Unternehmerisch interessant ist vor allem die Verteilung der Social-Media-Nutzung innerhalb Deutschlands. Während Berlin, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz mit 73 Prozent an der Spitze liegen, scheinen die Bewohner von Mecklenburg-Vorpommern (60 Prozent) und Brandenburg (59 Prozent) eher Social-Media-skeptisch zu sein. Allerdings nicht wirklich, denn in Brandenburg ist eine andere Plattform viel beliebter als in anderen Bundesländern: die Freundeplattform Stayfriends (39 Prozent versus 24 Prozent im Durchschnitt).

Unser Tipp: Der Facebook-Ausfall „tut nicht weh“, denn unterm Strich rechnen sich Ihre Social-Media-Aktionen, wenn sie in ein gut durchdachtes Marketingkonzept eingebaut sind und von Ihnen konsequent und langfristig durchgeführt werden.

Haben Sie Fragen zu diesem Bereich? Dann nehmen Sie mit uns Kontakt auf, wir verhelfen Ihnen gern zu einer maßgeschneiderten, erfolgreichen Social-Media-Strategie!

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