Gütesiegel: Wie Sie die Qualität Ihres Angebotes sichtbar machen

“Vom Institut für XY getestet!” oder “DIN 1234-sicher”… Es gibt Angebote, die werden mit einem sogenannten Gütesiegel versehen, doch was steckt dahinter? Studien haben ergeben, dass Kunden für Produkte mit Gütesiegel in der Regel mehr zahlen. Warum ist das so und wie können Sie die Qualität Ihres Angebotes für Ihre Kunden hervorheben?

Regel Nr. 1: Qualität hat ihren Preis

Qualität hat nicht nur ihren Preis, sie “darf” auch einen guten Preis verlangen. Auch wenn es Siegel wie Sand am Meer gibt, scheinen sie Qualität zu suggerieren. Daher streben viele Unternehmen nach Auszeichnungen, die sie dann auf Ihren Produkten und Werbung abbilden können.

Regel Nr. 2: Qualität sichtbar machen

Gütesiegel oder Auszeichnungen im Newsletter, auf Ihrer Landingpage oder auf der Verpackung Ihres Produktes suggerieren, dass hier etwas geprüft worden ist. Oder sie weisen auf einen Preis hin, der Ihrem Unternehmen verliehen worden ist, wie “Award der Initiative Mittelstand 2016” usw. Um ein Gütesiegel zu erhalten, kann man sich bei unterschiedlichen Wettbewerben melden oder sich selbst eines erstellen.

Regel Nr. 3: Nicht übertreiben!

Wie bei jeder Marketingidee gilt auch für Siegel und Preisverleihungen: aus der Masse stechen sie nur hervor, wenn es nicht zuviele sind. Entscheiden Sie sich besser für ein Qualitätsmerkmal und bilden Sie es konsequent ab. Ob Sie einen Preis gewonnen haben oder mit “100% vegan” lediglich auf ein Produktmerkmal hinweisen möchten spielt dabei eine untergeordnete Rolle.  

Regel Nr. 4: Rechtlich absichern!

Gütesiegel

Fotolia © ferkelraggae

“20 Jahre Meyer-Hemden” ist in Ordnung, “ohne Gentechnik” auch, wenn dies der Wahrheit entspricht, doch hüten Sie sich vor zu großen Verallgemeinerungen, die die Konkurrenz verärgern könnte. Bevor Sie also mit dem “niedrigsten Preis Österreichs”, “unabhängiges Gütesiegel vorarlberger Schneiderzunft” oder ähnliches einer Branche werben tätigen, sollten Sie Rücksprache mit einem Rechtsexperten halten, sonst ergeht es Ihnen, wie einem Internet-Reiseportal. Ein Mittbewerber erwirkte einen Unterlassungsanspruch gegen Formulierungen wie das „Kunden-Gütesiegel der Touristik“ und das „unabhängige Gütesiegel der Touristik“, da das Reiseportal dafür einfach die Mittelwerte aus Kundenbewertungen bildete, die es vorher nicht aber auf sachliche Richtigkeit geprüft hatte. Das  zuständige Landgericht sah darin gleich in mehrfacher Hinsicht eine Irreführung der Verbraucher und gab der Klage des Mitbewerbers statt. Die Folge: Unterlassungsanspruch eines Mittbewerbers.

Regel Nr. 5: Manchmal reicht ein grafischer Trick!

Sicherheitshalber nennen Sie eine selbsterstellte Auszeichnung niemals „Gütesiegel“. Um Qualität sichtbar zu machen, können Sie, ähnlich wie ein Logo, einen Button oder Stempel entwerfen lassen, in den Sie dann den Hauptnutzen, einen Vorteil oder den USP, wie „expertengeprüft, „farbecht“ usw. groß abbilden.

Tipp der Redaktion: Haben Sie Fragen oder Wünsche zum Thema? Dann kontaktieren Sie internetmarketing.at. Wir helfen Ihnen gerne weiter!

Weitere Informationen:

Manuela Krämer: Gütesiegel & Auszeichnungen, auf: www.federkunst-texte.de
Micheal Rohrlich: Werbung mit Gütesiegeln auf Webseiten: Das sind die Spielregeln, auf: entwickler.de
Rechtstipp: Werbung mit eigenem Gütesiegel, auf: de.shopware.com

Gütesiegel: Wie Sie die Qualität Ihres Angebotes sichtbar machen
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